Straßenaktion gegen Altersarmut: Wo ist Oma? In Frankfurt.

Wann:
6. Oktober 2018 um 11:00 – 13:00
2018-10-06T11:00:00+02:00
2018-10-06T13:00:00+02:00
Wo:
Bockenheimer Depot

Selbstbestimmt und in Würde altern.
Straßenaktion gegen Altersarmut: Wo ist Oma

Die Situation jetziger Rentner*innen ist
nicht viel besser. Laut Bundesregierung
waren mehr als 1,4 Millionen Menschen
im Jahr 2016 nach Erreichen des Rentenalters
erwerbstätig. Die Zahl der arbeitenden
Rentner*innen hat sich seit dem Jahr
2000 fast verdreifacht. Viele müssen in
Minijobs arbeiten, um ihre Rente aufzubessern.
Das zeigen auch die Daten zur
Altersarmut. Der Anteil der über 64-Jährigen,
die als armutsgefährdet gelten, stieg
zwischen 2000 und 2016 um rund sechs
Punkte auf 16 Prozent an. Die Zahl derjenigen,
die auf staatliche Hilfe angewiesen
sind, hat sich zwischen 2005 und 2017
verdoppelt. Das sind die Folgen der „Rentenreformen“
der letzten Jahre.

Mit jeder
sogenannten Reform wurde das Rentenniveau
gesenkt. Die staatlich geförderte
Riesterrente ist gescheitert. Sie kann die
in die gesetzliche Rente gerissenen Lücken
nicht schließen. Es werden Milliarden
an Subventionen verpulvert, die in
den Kassen der Versicherungskonzerne
statt in den Portemonnaies der Rentnerinnen
und Rentner landen. Und Millionen
Menschen mit normalen und niedrigen
Einkommen können nicht privat
vorsorgen. Jahr für Jahr sind immer mehr
Rentnerinnen und Rentner von Altersarmut
und sozialem Abstieg betroffen und
damit an der gesellschaftlichen Teilhabe
ausgeschlossen.

Keine gesellschaftliche Teilhabe
Niedrige Renten, unverschämt hohe Mieten,
hohe ÖPNV-Preise und mangelnde
Barrierefreiheit machen es vielen älteren
Menschen schwer, am gesellschaftlichen
Leben teilzunehmen. Oft sind sie
gezwungen, ihre vertraute Wohnung und
Umgebung zu verlassen und in „billigere“
Unterkünfte umzuziehen. Bei Krankheit
und Pflegebedürftigkeit führen mangelnde
Gesundheits- und Pflegeinfrastruktur
zu erheblichen Belastungen bei den Betroffenen.
Wir wollen, dass ältere Menschen an
allen gesellschaftlichen Prozessen teilhaben
können. DIE LINKE in Hessen wird
sich auf Bundesebene für eine Anhebung
des Rentenniveaus auf 53 Prozent und
eine solidarische Mindestrente von 1050
EURO einsetzen. Denn eine ausreichende
Rente als Voraussetzung für ein selbstbestimmtes
Leben im Alter ist unabdingbar.

Außerdem fordern wir:

◊ Barrierefreiheit im öffentlichen Raum,
◊ Unterstützung zum Erhalt der vertrauten Wohnung,
◊ die Förderung von Senioren- und altersübergreifenden
Wohngemeinschaften und
◊ eine verbesserte Pflegeinfrastruktur.

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