Gut leben auf dem Land

Immer mehr Menschen ziehen in die Ballungsgebiete und das Land verödet immer weiter. Häuser stehen leer, kleine Läden schließen mangels Nachfrage, die ärztliche Versorgung nimmt immer mehr ab, Kindertagesstätten und Schulen schließen. Der Busverkehr wird ausgedünnt, noch mehr Arbeitsplätze gehen verloren. Diese Abwärtsspirale muss durchbrochen werden!

Wohnungsnot und Umweltbelastung in den Städten sind die andere Seite der Medaille der Landflucht. Um das zu ändern, braucht Hessen eine engagierte und koordinierte Strukturpolitik in Stadt und Land ohne Rücksicht auf Profite irgendwelcher privater Investoren. Ziel muss sein, das Leben in Dörfern und Städten gleichermaßen lebenswerter zu machen.

Infrastruktur verbessern

Die zentralen Aufgaben auf dem Land sind Erhalt und Entwicklung der Infrastruktur und Schaffung von Arbeitsplätzen. Dazu gehört neben guten Verkehrsanbindungen und digitaler Infrastruktur auch die Bewahrung und der Ausbau von Bildungs-, Gesundheits- und sozialen Einrichtungen. Krankenhäuser müssen keine Gewinne erwirtschaften, die öffentliche Verwaltung muss dezentralisiert werden und Kommunen sollen in eine nachhaltige Energieerzeugung, in ÖPNV oder die Abfallentsorgung investieren.

Auf regionale Produkte setzen

Die Stärken ländlicher Räume müssen besser genutzt werden. Dazu gehört auch ein ökologischer und sozialer Umbau von Land- und Forstwirtschaft. Sie müssen sich auf regionale Produktion, Verarbeitung, Vermarktung und den Schutz der natürlichen Ressourcen und nicht an Export- und Gewinnmaximierung ausrichten.

Produkte aus der Region müssen in den öffentlichen Kantinen Vorrang haben. Häuser sollen mit Holz aus heimischen Wäldern gebaut werden. So werden Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region gehalten, Ferntransporte vermieden und gleichzeitig unsere Lebensgrundlagen wie Grundwasser, Boden, Klima und Artenvielfalt geschützt.

Menschen leben gern auf dem Land – wenn es Arbeit gibt, die Infrastruktur stimmt und die Umwelt geschützt wird.

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