Sorgenkind Schule – Schwarz-Grün: Setzen, sechs!

Das Thema Schule hat sich unter Schwarz-Grün zu einer Dauerbaustelle entwickelt. Jahrelanges Wegschauen hat einen immensen Sanierungsstau bei Schulgebäuden und Sportstätten verursacht und auch zu Lehrkräftemangel geführt. Ganz zu schweigen davon, dass in Deutschland und Hessen der „Bildungserfolg“ besonders stark von der sozialen Herkunft der Kinder abhängt.

Schon jetzt fehlen Lehrer_innen vor allen an den hessischen Grund- und Förderschulen. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Jahrelang ist versäumt worden, mehr Lehrer_innenstellen zu schaffen und mehr Lehrer_innen auszubilden. Nun sucht die schwarz-grüne Landesregierung nach Notlösungen; die Rahmenbedingungen an den Schulen bleiben aber unattraktiv.

Die Hilferufe von Lehrkräften und die Überlastungsanzeigen haben mittlerweile ein beunruhigendes Ausmaß angenommen, doch auch das wird vom Kultusministerium ignoriert. Unermüdlich ertönt die sich ständig wiederholende Leier von der Regierungsbank, den Schulen gehe es so gut wie nie zuvor. Immer weiter ausufernde Verwaltungsaufgaben, eine viel zu hohe Unterrichtsverpflichtung, Zusatzaufgaben wie Integration, Inklusion und Ganztagsschule – all das müssen die hessischen Lehrer_innen nebenbei stemmen. Doch Studien belegen längst die Gesundheitsschäden. Kaum eine Lehrkraft glaubt, das Ende ihrer Berufstätigkeit unter solchen Umständen gesund erreichen zu können. Ein verheerendes Signal, doch auch damit will sich Kultusminister Alexander Lorz (CDU) nicht auseinandersetzen.

Eine weitere Baustelle ist die Bezahlung. Wir wollen guten Lohn für die Lehrer_innen unserer Kinder. Daher fordern wir eine Besoldungsanhebung für die engagierte und wertvolle Arbeit der Kolleg_innen an den hessischen Grundschulen auf A13.

Wir sagen: Es reicht!

Schulen müssen endlich umfänglich saniert werden. Dafür brauchen wir endlich eine hessenweite Analyse des Sanierungsbedarfs. Wir sagen: Lehrer_innen sowie Schulleitungen müssen endlich ent- und nicht mit immer weiteren Zusatzaufgaben belastet werden. Nicht zuletzt wollen wir eine Schule für alle statt dem mehrgliedrigen Schulsystem. Um die Bildungschancen aller Kinder zu verbessern, brauchen wir gemeinsames Lernen bis zur zehnten Klasse.

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